Neophyten/Neozoen


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Globalisierung auch in der Natur ?

Neue Pflanzen und Tiere in unserer Landschaft


Alles in der Natur ist ständigem Wandel unterworfen. In der Konkurrenz der Arten werden die Karten ständig neu gemischt. Seit Jahrtausenden spielt auch der Mensch kräftig mit in diesem Spiel. So brachten etwa die Römer zahlreiche Pflanzen des Mittelmeergebietes und aus Asien, wie die Edelkastanie, die Walnuß oder das Damwild nach Mitteleuropa (Sog. Archeophyten, bzw Archeozoen).

Richtig in Gang kam das Artenkarussell aber erst, als die großen Seefahrernationen mit der Entdeckung und Eroberung neuer Kontinente für einen regen Austausch sorgten.

Seit der Entdeckung Amerikas 1492 und einem verstärkten Transfer zwischen den Kontinenten wird die Verbreitung von Arten vom "modernen" mobilen Menschen rasant angeheizt. (Schiffs- und Flugverkehr !!!)
Manches verbreitet sich natürlich, anderes wird als blinder Passagier bei Transporten verschleppt, in vielen Fällen handelt es sich auch um das beabsichtigte Ausbringen in das Freiland.

Viele neue Pflanzen (Neophyten) und neue Tierarten (Neozoen) haben in der heimischen Natur "erfolgreich" Fuß gefasst.

Problematisch ist in jedem Fall die Abschätzung möglicher Folgen dieser neuen Arten im ökologischen Gefüge.

Einige wenige "Neuankömmlinge" sind dann aber so "erfolgreich", dass sie im Extremfall zur Bedrohung für vorhandene Lebensgemeinschaften werden können.
So kann man als aufmerksamer Beobachter derzeit an vielen Stellen im Saarland die rasante Ausbreitung der Asiatischen Staudenknötericharten feststellen. Haben sie einmal Fuß gefasst, bilden sie undurchdringliche "Dschungel". Ohnehin seltene, gewässerbegleitende Flora wird so verdrängt. Übrig bleibt ein artenarmer Lebensraum.

Weltweit gesehen ist das eingeschleppte europäische Kaninchen in Australien sicher eines der augenfälligsten Beispiele.

Die Fachdiskussion zu diesen biologischen Invasionen ist in vollem Gange.