Neophyten/Neozoen


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Bisam

Bisamburg

Bisam


Der Bisam ist der größte Vertreter aus der Familie der Wühlmäuse.
Mit einer Körperlänge von ca 30 cm und 20 cm Schwanz bringt er bis zu 1,5 kg auf die Waage. Er lebt ausschließlich am und im Wasser und ist an diese amphibische Lebensweise ideal angepasst (Schwimmhäute, seitlich abgeflachter Schwimmschwanz, verschließbare Nasenöffnungen und Gehörgänge).

Auf seinem Speisezettel stehen Pflanzen aller Art, vorzugsweise Wasserpflanzen, Schilf und Gräser, daneben Muscheln, Wasserschnecken, etc..

Äußerst beliebt sind vor allem ausgedehnte Schilfbestände, wo große Wohnburgen aus Pflanzenteilen angelegt werden. Der Einschlupf liegt stets unter Wasser.

Alternativ werden ausgedehnte Erdbaue gegraben. Auf diese Weise kann der Bisam durch Unterwühlen von Dämmen, Deichen und Böschungen gravierende Schäden anrichten.

Verbreitung:

Heimat des Bisam ist ganz Nordamerika. Ehedem als Pelztier geschätzt, wurde er vor etwa 100 Jahren auch in Europa teils aktiv angesiedelt, teils entwischten einzelne Exemplare aus Pelztierfarmen.

Seither hat Ondatra zibethicus einen unaufhaltsamen Siegeszug in ganz Europa angetreten und ist ein Paradebeispiel einer äußerst anpassungsfähigen, konkurrenzstarken Tierart, der es in kürzester Zeit gelungen ist neue Lebensräume sehr erfolgreich zu besiedeln.

Durch Vernichtung wertvoller Wasserpflanzen- und Schilfbestände, sowie die beschriebenen Wühlschäden kann der Bisam sehr zu Schaden gehen und wird europaweit bekämpft.
Auf der Suche nach neuen Lebensräumen führt er teils weite Wanderungen durch (Rasche Ausbreitung).